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Musiker als Stammgäste - Legendäre Band im Kreuzwirtskeller: Hot Rod Gang dreht auf in Hilpoltstein

Tobias Tschapka, Donaukurier, 06.04.2026

Ted Nester (Gitarre), Rex Ebersberger (Schlagzeug) und Gus Posset (Kontrabass): Seit über vier Jahrzehnten in Originalbesetzung unterwegs – beim traditionellen Ostersamstag-Konzert im Kreuzwirtskeller Hilpoltstein bewiesen die Hot Rod Gang einmal mehr, warum sie dort seit Jahren ohne Diskussion gesetzt sind. (...)
Schweißtreibend, federnd, unaufhörlich
Was sie spielen, ist kein museales Rockabilly-Reenactment. Das Trio greift sich, was es braucht: Rhythm & Blues, Country-Rocker, Klassiker der Sechziger bis Achtziger, alles neu arrangiert, alles durch den eigenen Filter gejagt. „Can U Dig It?“ eröffnet den Abend, die Beatles-Nummer „One After 909“ kommt mit frischer Energie, „Stray Cat Strut“ ist ein verbeugendes Nicken in Richtung der eigenen Ursprungsgeschichte. „Mercury Blues“, „Town Called Malice“, „The Race Is On“ – die Setlist ist ein Querschnitt durch Jahrzehnte amerikanischer und britischer Populärmusik, zusammengehalten vom unverwechselbaren Hot-Rod-Sound: schweißtreibend, federnd, unaufhörlich.
Eine Million Streams für einen ihrer Songs
Programmchef Robert Engl hatte dem Publikum vorab noch eine Zahl mitgegeben, die für ungläubiges Staunen sorgte: Eine Million Streams auf einem einzigen Song bei Spotify. „Und so was kommt in den Keller“ sagte er und schüttelte selbst den Kopf. Gemessen am Lärmpegel im Kreuzwirtskeller an diesem Abend würde man sagen: Die Million Leute da draußen wissen, was sie sich da gestreamt haben. Den Rest erledigte die Musik. Wer noch stand, tanzte bald. Und wer noch saß – nun ja, es gab ja keine Stühle mehr.

Kneipenbühne Obeweiling

Roland "Golly" Hertlein, 11.04.2026

"Eine Schülerband auf der Kneipenbühne? Unvorstellbar! Schließlich wird im Oberweilinger Kult(ur)-Zentrum, das heuer übrigens sein 45-jähriges Jubiläum feiert, auf möglichst hohes Niveau geachtet – und die Erwartungen seitens des geschmackgeschärften Stammpublikums werden in den seltensten Fällen enttäuscht. Wenn aber eine Schülerband seit über vierzig Jahren in Originalbesetzung zusammenspielt und ihre Begeisterung für die von ihr favorisierte Rockabilly-Musik mit Können und Verve unverhohlen zum Ausdruck bringt, darf – nein muss! – der Veranstalter durchaus eine Ausnahme machen; und so wiederholte am Samstag „The Hot Rod Gang“ – ein Trio aus dem Fürther Umland – im gut gefüllten Klassenzimmer der alten Oberweilinger Schule seinen 39 Jahre zurückliegenden Auftritt und riss das zahlreiche Publikum vom ersten Moment an mit. Die Hot Rod Gang fetzt mit hoher Virtuosität, was das Zeug hält, in einer Rasanz, die den Zuhörerpuls von Anfang an in die Höhe schnellen ließ. Was Wunder, dass schon bald viele Anwesende zu tanzen begannen, soweit das der begrenzte Raum überhaupt zuließ. Neben ein paar Eigenkompositionen interpretierten die drei unverbrüchlichen Freunde Hits von Canned Heat, Louis Prima, Depeche Mode, den Beatles, ACDC und vielen anderen – sie präsentierten ihre kluge Songauswahl mit virtuosem Können in einer unverwechselbaren, stilsicheren Art. Dabei durfte mehrstimmiger Gesang ebenso wenig fehlen wie locker-lustige Kommentare zwischen den Musikstücken. Fazit: Ein weiteres Highlight unter den permanenten O’wei-Höhepunkten; man fragt sich, wie das Woche für Woche möglich ist."

The Unleashed -das Rock`n´Roll Magazin (DE) 

"(...) Die Band gehört nicht zu den Traditionalisten, sondern lässt alle Einflüsse der letzten 40 Jahre an sich heran, ohne ihrem typischen Sound untreu zu werden. "CAN U DIG IT ?" Könnte vielleicht auch als etwas provokante Frage an die Rock`n‘ Roll Gemeinde gerichtet sein: "Kannst du das nachvollziehen?" oder "Gefällt dir das?". Ich für meinen Teil kann die Frage ganz klar mit "Ja" beantworten. Was hier aus den Boxen schallt, gefällt mir wirklich extrem gut. Der Sound der Band ist klasse, der Rhythmus ist mitreißend und die Songs sind durchweg gelungen. Rockige Riffs mit Blueseinflüssen im Titelsong, Neo Rockabilly-Vibes in "Two Hearts", Americana-Einflüsse in "The Man He Used To Be" – es wird an keiner Stelle langweilig. Und neben den Eigenkompositionen werden auch einige Coverversionen wieder belebt. Die Band drückt aber auch diesen Songs ihren Stempel auf. Und die Bandbreite reicht von Big Show Turners Klassiker "Boogie Woogie Country Girl" (1949) bis "Personal Jesus" von Depeche Mode (1989). (...) Der Mix aus treibendem Rock`n´Roll und Rockabilly, staubigen Country-Rockern und Rhythm & Blues ist gelungen, die kreativen Eigenkompositionen und sauber neu interpretierten Cover vermischen sich harmonisch – also Rockabilly-Herz, was willst du mehr?"

Doppelpunkt (DE)

​"Vor 40 Jahren machten sich in Fürth die drei Schulfreunde Gus Posset (Gesang/Bass), Ted Nester (Gitarre/Gesang) und Rex Ebersberger (Schlagzeug/Gesang) auf, um eine kraftstrotzende, bluesgrundierte Version des good old American Rock’n’Roll auf Spur zu bringen. (...) jetzt gibt es im Jubiläumsjahr das siebte Album „Can U Dig It?“ (CPL-Music) mit 12 neuen Stücken (...) Sie greifen alt-bewährte Themen neu auf, bedienen sich lässig bei Klassikern der Sechziger bis Achtziger und schaffen einen ganz eigenen Sound aus dreckigem Rock’n‘Roll, schwingenden Rockabilly, staubigem Desert-Rock und kernigem Rhythm & Blues."

Beste Unterhaltung (DE) 

"Zum Jubiläum liefert die Hot Rod Gang mit CAN U DIG IT? ein Album ab, das sowohl den Spirit der 50er- Jahre zelebriert als auch durch moderne Einflüsse aus späteren Dekaden überrascht. Der Longplayer bleibt dem unverwechselbaren Signature-Sound der Band treu, wagt gleichzeitig aber den Schritt nach vorn – ein mutiger Mix, der frisch und einzigartig klingt."

Broken silence (DE)

"[...] das Rockabilly-Trio [ist] nach 7 Alben und über 600 Liveshows eine der absolut herausragenden Genre- Bands. Traumwandlerisch sicher, akzentuiert und groovy setzt Gitarrist Ted Nester seine verspielten Figuren, die Rhythmusgruppe ist unvergleichlich sicher und Standbasser Gus Posset singt mit viel Gefühl, Charme und Sinn für Abwechslung. [...]. The Hot Rod Gang bringen wilden Rockabilly, Uptempo R’n’B und staubige Country-Rocker unter einem aufgeräumten Neo-Rockabilly-Klangbild perfekt zusammen. Mit einer Klasse, die ihresgleichen sucht. Absoluter Rockabilly-Tipp!"

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